Lübbenau im Spreewald, Fremdenverkehr, Gurken, Meerrettich und Kunstdrechslerei.
Lübbenau, D-Zug-Haltestelle der Berlin - Görlitzer Bahn und Endstation der Zweigbahn Kamenz—Senftenberg—Lübbenau mit Pensionen, Restaurants, Cafes, Hotels, Gasthäusern, Konditorei, Postamt, Kirche, Landungsplatz, Schwimmbad in der Spree, Konzertgarten und Bahnhofswirtschaft am Bhf. Historisch beglaubigte Eigentümer des sagenumwobenen Spreewaldschlosses der Sage vom Schlangenkönig, sind zu Anfang des 14. Jahrh. die Herren von Ileburg aus der Gegend von Meißen. Von ihnen hat Lübbenau das Wappen erhalten, einen Fisch, umgeben von den Ileburgischen Sternen, von denen zwei über, einer unter ihm stehen. 1621 kaufte ein Graf zu Lynar die Standesherrschaft, die einen großen Teil des westlichen Spreewaldes darstellt und noch heute in Lynarschem Besitz ist. Zum Hauptlandungsplatz gelangt man vom Bahnhof aus am schnellsten durch die schnurgerade Lindenstraße, die als Radius des halbkreisförmigen Stadtplans durch die Gemüsegärten direkt zum Stadtinnern führt. Schöner ist der etwas weitere, aber schattige Weg durch die Dammstraße, vom Bhf. östl. auf der mit der Bahn gleichlaufenden Chaussee an den hohen Eisenbahnerhäusern vorbei bis an das Fließ, dann dem Lauf des Spreewaldfließes folgend, das schließlich in den Spreehafen mündet. Zur Gurken- und Meerrettichernte weisen die Märkte lebhaften Verkehr auf. Nicht ohne Bedeutung sind die Kunstdrechslereien in Lübbenau, ertragreich ist der Fischfang und hervorragende Erwerbsquelle ist der starke Fremdenverkehr. […]